Vom malignen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, sind nach dem 40. Lebensjahr mehr Männer als Frauen betroffen. Dies geht aus einer Studie von Wissenschaftlern des University of California Irvine College of Medicine hervor, die auf dem Jahrestreffen der Society for Investigative Dermatology vorgestellt wurde.
Für ihre Untersuchungen analysierten Hoda Anton-Culver, Professorin für Epidemiologie, und Frederick Beddingfield, Doktorand in der Krebsforschung, und ihre Kollegen mehr als 40.000 Krankengeschichten aus dem kalifornischen Krebsregister und mehr als 100.000 Fälle landesweit. Dabei zeigte sich, dass Frauen bis zum 40. Lebensjahr etwas häufiger am malignen Melanom erkranken als Männer. Nach dem 40. Lebensjahr jedoch kehrt sich das Verhältnis nicht nur um, sondern die Rate der Männer, die an diesem Hautkrebs erkranken, steigt dramatisch an.
“Dies ist unseres Wissens die erste Studie, die diese spezifischen und unterschiedlichen Weisen bei Männern und Frauen, ein Melanom zu entwickeln, erfasst”, erklärt Beddingfield. Der Unterschied könnte durch hormonelle oder andere Veränderungen während der Menopause zu erklären sein, aber die genaue Ursache sei noch unklar. “Da es bei einem Melanom gute Heilungschancen gibt, wenn es früh erkannt wird, aber eine umso schlechtere Überlebenschance bei einer späteren Entdeckung besteht, könnten Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung und Reihenuntersuchungen hier sinnvoll sein.”, meint Beddingfield. Ältere Männer müssten die bevorzugte Zielgruppe einer solchen Kampagne sein.
Das maligne Melanom ist der am häufigsten tödlich ausgehende Hautkrebs. Obgleich er zur Zeit weniger als 10 Prozent aller Hautkrebse ausmacht, steigt sein Vorkommen schneller als jeder andere Krebs der Welt, sagt das National Cancer Institute. Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt.
Beddingfield und Anton-Culver wollen nun erforschen, warum die Menopause der Frauen möglicherweise beim Schwarzen Hautkrebs einen Schutz vor der Erkrankung bietet.
Doris Marszk




