Text: Verena Müller
Seit vor drei Jahren die Rinder verschwanden, geht es der Natur an den Steilufern der Saale zusehends schlechter. Dabei wächst und wuchert es wie wild. Auf einer Fläche 20 Kilometer nördlich von Halle, die halb Wiese, halb Gestrüpp ist, mit zwischendurch vereinzelt ein paar alten Apfel- und Aprikosenbäumen, werden die Sträucher immer dichter und die Bäume immer größer. Für viele seltene Schmetterlinge und Laufkäfer wird sie damit unattraktiv. Wird aus der ehemaligen Wiese einmal Wald, ist die Fläche für all die Insekten verloren, die viel Sonne und Wärme brauchen; darunter der Himmelblaue, Silbergrüne und Geißklee-Bläuling – drei Tagfalter, die in weiten Teilen Deutschlands gefährdet sind.





