Am Daumen oder Schnuller zu lutschen kann Kleinkindern schon ab dem zweiten Lebensjahr schaden. Dadurch erhöhe sich deren Risiko, später unter hervorstehenden Schneidezähnen oder verschobenen Kiefern zu leiden, berichten amerikanische Zahnärzte im Fachblatt “Journal of the American Dental Association”. Die Forscher um John J. Warren von der Universität von Iowa hatten 372 Kleinkinder bis ins vierte Lebensjahr begleitet.
Die Ergebnisse widersprechen der gängigen Praxis, den Kindern bis weit ins Kindergartenalter den Schnuller zu lassen: So hatten Kinder, die nach dem vierten Lebensjahr weiterlutschten, viermal häufiger gegeneinander verschobene Kiefer als Kleinkinder, denen der Schnuller mit zwei Jahren weggenommen wurde.
In den ersten beiden Lebensjahren sollte man den Kindern den Schnuller aber lassen, rät Warren. Das Saugen sei in dem Alter ein natürlicher Reflex und steigere das Wohlbefinden der Kleinen.
ddp/bdw – Marcel Falk





