Mäuse vorzeitig gealtert
Für ihre Studie haben die Forscher eine spezielle Maus-Zuchtlinie entwickelt, bei der sich Mutationen in der mitochondrialen DNA gut erfassen lassen. Durch Untersuchungen dieser Versuchstiere konnten sie zeigen, dass fehlerhafte mtDNA durch Muttertiere weitergegeben werden kann und beim Nachwuchs für Effekte sorgt: Die Tiere neigen verstärkt zu leichten Alterungserscheinungen. Den Forschern zufolge entsteht wahrscheinlich eine additive Wirkung: Das ungünstige Erbe der Mutter bildet eine bereits ungünstige Basis für weitere Mutationen, die im Laufe des Lebens dazukommen.
“Unsere Ergebnisse bringen mehr Licht in den Alterungsprozess und beweisen, dass die Mitochondrien eine zentrale Rolle für das Altern spielen. Sie zeigen auch, dass es wichtig ist, die Anzahl der Mutationen zu reduzieren”, sagt Larsson. Es stellt sich nun die Frage, ob es möglich ist, den Grad der Beschädigung an der mtDNA zu beeinflussen, zum Beispiel durch Änderungen am Lebensstil. Das müsse nun erst noch untersucht werden, sagen die Wissenschaftler. Sie wollen nun ihre Untersuchungen an Mäusen als Modellorganismus fortsetzen aber auch Studien an der Taufliege Drosophila melanogaster durchführen . Durch die kurze Lebenspanne und schnelle Generationsfolge dieser winzigen Insekten lässt sich besonders gut untersuchen, ob die Verringerung der Zahl von Mutationen in der mtDNA die Lebensdauer verlängern kann.





