Eine Umfrage in Großbritannien ergab, dass 31 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen nach Benutzung der Toilette nicht ihre Hände waschen und einer von fünf Befragten Hände, die sauber aussehen, nicht unbedingt wäscht. Deshalb soll eine Woche für Lebensmittelsicherheit zu einer besseren Aufklärung all jener Briten beitragen, die es mit der Hygiene nicht so genau nehmen. Immerhin erkranken, wie bbc-news berichtet, jährlich etwa 4,5 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich an Lebensmittelvergiftungen verursacht durch Kolibakterien, Salmonellen und Campylobacter.
Angesichts einer so großen Anzahl von Infektionen ist das regelmäßige Waschen der Hände nach dem Toilettenbesuch und vor dem Kontakt mit Lebensmitteln ein essentieller Schritt, um Lebensmittelvergiftungen vorzubeugen, sagt John Krebs von der Food Standards Agency. Vielen Menschen sei nicht klar, wie viele Krankheitserreger an ungewaschenen Händen haften. Dies drücke sich auch darin aus, dass mehr als die Hälfte der Befragten vor dem Essen und 42 Prozent nach dem Spielen mit Haustieren nicht regelmäßig die Hände wäscht.
Hugh Pennington, Mikrobiologe an der Universität Aberdeen, ermahnte Kritiker, die den Initiatoren der Kampagne vorwerfen, offene Türen einzurennen, besser zu bedenken, dass jeder fünfte Händedruck höchstwahrscheinlich mit einer ungewaschen Hand stattfindet.
Marion Herzog





