Nebenwirkungen sind gering
Lamotrigin, ein Anti-Epileptikum welches in der Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird, soll zukünftig auch Schlaganfallpatienten helfen. Die Neurologen der Aarhus Universität in Dänemark sehen mit der Verwendung von Lamotrigin eine neue Möglichkeit Patienten zu behandeln, die mit der ursprünglichen Therapie nicht behandelt werden konnten.
Die Folgen eines Schlaganfalls sind oft verbunden mit Schmerzen in den Teilen des Körpers, in denen die Wahrnehmung gestört ist. Mediziner führen diese Schmerzempfindungen auf eine Störung im Gehirn oder in der Wirbelsäule zurück. Ein vielfach eingesetztes Medikament zur Behandlung von chronischen Schmerzen nach einem Schlaganfall ist das Amitriptylin. Dieses Mittel ist ein Antidepressivum mit breitem Wirkungsspektrum und vielen unterwünschten Nebenwirkungen wie u.a. Herzrhythmusstörungen.
In einer 8 wöchigen Studie mit 30 Personen haben nun die dänischen Neurologen bei fast 30 Prozent der Behandelten eine Schmerzlinderung und Verbesserung erzielt. Die Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen und leichte Hautausschläge. Eine Standardtherapie für diese Form der sogenannten “neuropathischen” Schmerzen existiert bisher nicht. Für jeden Patienten muss das Medikament in einer individuellen Therapie ausgesucht werden. Lamotrigin bietet eine neue, weitere Option in der Schmerztherapie.
Leyla-Manuela Schmidt





