Text und Fotos: Nicole Graaf
Grönländer stehen auf Steckrüben. Deshalb hat Kim Neider ein ganzes Feld davon angelegt: weiße Knollen, rund und bauchig, etwa doppelt so groß wie ein Hühnerei, an langen hellgrünen Blättern. Ein paar Meter weiter stehen Kohlköpfe in ihrem Blätterkleid, der Brokkoli daneben ist zum Ende der Saison schon in die Höhe geschossen und leicht gelb. „Vielleicht noch eine Woche, dann werde ich den Rest des Gemüses häckseln und untergraben“, plant Neider. Mit kurzem Vollbart und etwas wildem weiß-blondem Haar erinnert der Anfang 60-Jährige an einen alten Seemann. Doch der Däne ist Gärtner von Beruf und nun im dritten Sommer auf der staatlichen Versuchsfarm im südgrönländischen Upernaviarsuk. Bevor er herkam, hat er sieben Jahre in Island gelebt und sich um die Stadtbegrünung von Reykjavik gekümmert.





