Die Temperaturen steigen und das Gras beginnt zu wachsen: Zeit für regelmäßige Touren mit dem Rasenmäher. Wer auch ohne diese lästige Arbeit stets einen kurz geschorenen Rasen vor dem Haus haben will, muss sich entweder ein Schaf halten – oder sich den Automover von Electrolux zulegen. Der Rasen-Roboter kurvt selbstständig durch den Garten und sorgt mit drei rasierklingenscharfen Messern dafür, dass die Halme nicht zu üppig sprießen. Dabei geht das rund neun Kilogramm schwere Gefährt – wie ein Schaf – nach dem Zufallsprinzip vor: Im Zickzack-Kurs rollt es über das Grün und erreicht dabei früher oder später jeden Winkel der Rasenfläche.
Um ihn am Verlassen seines „Weidegebiets” zu hindern, wird die zu mähende Fläche mit einem Metallkabel abgesteckt, das man durch Zeltheringe am Boden befestigt. Es bildet eine Induktionsschleife – eine Barriere, die der Roboter nicht überwinden kann. Auch von Rosenbeeten oder einem Gartenteich kann man ihn auf diese Weise fernhalten. Trifft der Automover auf ein Hindernis – etwa einen Baum, einen Gartenstuhl oder seinen Besitzer –, veranlassen ihn Stoßsensoren dazu, sofort eine neue Richtung einzuschlagen.
Geht dem per Akku betriebenen elektronischen Schaf der Saft aus, fährt es automatisch an eine Ladestation, die an beliebiger Stelle im Garten aufgestellt werden kann. Nach dem „Tanken” macht der Roboter weiter. Das geschnittene Gras häckselt er zu winzigen Schnipseln, die auf der Grünfläche liegen bleiben können und rasch verrotten.
Über ein Bedienfeld lassen sich verschiedene Funktionen einstellen, zum Beispiel eine bestimmte Startzeit oder die Schnitthöhe der Grashalme. Seine großen Räder erlauben es dem Automover, auch an Hängen mit bis zu 35 Prozent Steigung zu werkeln. Wegen seiner geringen Lautstärke von 63 Dezibel – das entspricht etwa normaler Zimmerlautstärke – kann er im Prinzip den ganzen Sommer lang rund um die Uhr und ohne Aufsicht den Garten durchkreuzen. Auch in dieser Hinsicht unterscheidet sich der Rasen-Roboter nicht von einem Schaf. Da er aber – anders als ein Schaf – den einen oder anderen Langfinger anlocken könnte, sorgt eine Alarmanlage dafür, dass er nicht geklaut wird. Außerdem verweigert der Automover seinen Dienst, wenn er beim Starten nicht durch Eingabe eines PIN-Codes aktiviert wird. Ralf Butscher ■





