Eine Methode, Hodenkrebs bereits im Frühstadium zu erkennen, haben dänische Wissenschaftler der Universität Kopenhagen um Niels Skakkebæk entwickelt. Sie stützten sich auf Erkenntnisse, wonach so genannte CIS-Zellen in der Samenflüssigkeit schon zu Beginn des Krebses auf die Erkrankung schließen lassen. Allerdings ist die Identifizierung der Zellen zeitaufwendig und unzuverlässig. Doch als die Forscher Samenproben von gesunden und erkrankten Männern analysierten, entdeckten sie das Protein AP-2gamma, das nur von CIS-Zellen und nicht von gesunden Hodenzellen produziert wird. So gelang es, bei einem 23-Jährigen Hodenkrebs zu diagnostizieren, dessen Samenprobe zuvor als gesund eingestuft worden war. „Das ist der erste Fall, bei dem der Krebs anhand der Samenprobe festgestellt werden konnte, bevor sich das Geschwür entwickelt hat”, meint Skakkebæk.





