Text: Kurt de Swaaf
Pizarra hatte noch Glück. Die Gänsegeier-Dame war auf ihrem alljährlichen Herbstzug nach Westafrika in Richtung Gibraltar, als irgendjemand das Feuer auf sie eröffnete. Und traf. Retter fanden den verwundeten Vogel in den Bergen nordwestlich von Malaga. Röntgenaufnahmen zeigten mehrere Schrotkugeln in ihrem Körper, eine davon hatte die Knochen in Pizarras rechtem Bein zertrümmert. Richtig verheilt ist das nie. Da das Geier-Weibchen so in freier Wildbahn nicht überleben würde, sitzt es nun zusammen mit ein paar anderen dauergeschädigten Artgenossen in einem Gehege der „Fundación Vida Silvestre Mediterránea“ (FVSM) in Campanet auf Mallorca. Kost und Logis auf Lebenszeit, doch fliegen werden diese Vögel nicht mehr.





