In ihrer Studie beschreiben die Forscher den Fall einer 21-jährigen Frau, die durch Reiben ihres linken Beines einen epileptischen Anfall auslöste. Berichtet wird auch vom Fall einer 35-Jährigen, die im Alter von 17 Jahren bemerkte, dass Schläge auf ihre linke Schulter zu einem Anfall führen können.
Ein 31-jähriger Mann schließlich erlebte beim Haareschneiden einen epileptischen Anfall, als einige Sekunden lang über eine bestimmte Stelle des Kopfes gestrichen wurde. Er erlitt täglich solche Anfälle. Wenn er freiwillig einen Anfall auslöste, war die sensible Zone für einige Stunden inaktiv.
Das Phänomen wird von den japanischen Wissenschaftlern als “Reib-Epilepsie” bezeichnet und lässt sich ihrer Ansicht nach nicht in vorhandene Katagorien der Anfälle einordnen, die durch Berührung oder laute Musik ausgelöst werden. Der britische Neurologe Stephen Brown äußerte sich dagegen gegenüber BBC dagegen keineswegs überrascht von den Berichten. Es handle sich dabei um durch äußerliche Einflüsse ausgelöste Anfälle, wie sie bei vielen Epileptikern auftreten.
Ulrich Dewald




