Die “Rote Liste” der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten wird immer länger: 11.167 Spezies sind weltweit vom Aussterben bedroht, meldet die Internationale Union für den Erhalt der Natur IUCN in Gland (Schweiz) in ihrem neuen Bericht. Das sind 121 mehr als noch vor zwei Jahren.
Neu auf der Liste der bedrohten Tierarten steht unter vielen anderen der Iberische Luchs, von dem in Spanien und Portugal 1990 noch 1.200 Exemplare gezählt worden waren. Heute leben nur noch halb so viele dieser Katzen in unzusammenhängende Gebieten im Südwesten der Iberischen Halbinsel. Setzt sich die Einengung des Lebensraumes fort, wäre der Iberische Luchs die erste aussterbende Katzenart seit 2.000 Jahren, heißt es in dem Bericht. Als vom Aussterben bedroht eingestuft sind jetzt beispielsweise auch die in den Steppen Zentralasiens lebende Saiga-Antilope und das ebenfalls aus Asien stammende Zweihöckrige Kamel.
Als ausgestorben vermeldet die Liste insgesamt 811 Tier- und Pflanzenarten ? sieben mehr als im Jahr 2000. Endgültig verschwunden ist beispielsweise der im Meer lebende Nerz “Mustela macrodon”, der 1860 zuletzt gesehen wurde. Doch vermeldet der Bericht auch Positives: So ist die Bayerische Kurzohrmaus, 1962 bei Garmisch-Partenkirchen zuletzt gesehen, nun in Österreich wieder aufgetaucht.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





