Die bevorzugen vor allem junge Weibchen bei der Paarung, weil es für mehr und besseren Nachwuchs sorgt als bei älteren. Indem die Wissenschaftler aber gezielt Duftstoffe der weiblichen Varroa-Milben im Bienenstock einbringen, stiften sie Verwirrung: Die Männchen paaren sich auch mit älteren Weibchen oder Jungtieren, die noch nicht geschlechtsreif sind. Das hat zur Folge, dass es weitaus weniger oder gar keinen Milbennachwuchs gibt. Im Labor hat sich das Verfahren bereits bewährt.
Gene ausknipsen
Andere Wege gehen amerikanische Forscher – etwa an der Purdue Universität: Dort wurde das gesamte Erbgut von Varroa entschlüsselt. Ziel ist es, diejenigen Gene, die die winzigen Spinnentiere für ihre Fortpflanzung benötigen, auszuschalten. Teilweise ist das auch schon gelungen. In seinem Artikel in der März-Ausgabe von bdw erklärt Autor Klaus Wilhelm detailliert, wie das funktioniert, aber auch, welche Risiken es zu beachten gibt.
Auch bei der Belastung der Bienen durch Insektizide sind erste wichtige Erfolge zu verzeichnen. Abgesehen davon, dass die Europäische Union schon mehrere Pflanzenschutzmittel verboten hat, gibt es mittlerweile eine spezielle Spritzapparatur, die die chemische Keule so auf den Feldern ausbringt, dass die Blüten mit dem Gift nicht in Kontakt kommen und die Bestäuber in der Folge auch nicht.
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