Die Zufriedenheit mit dem eigenen Einkommen ist relativ: Wer viel verdient, muss nicht unbedingt glücklich sein. Ein Garant für Zufriedenheit ist eher, mehr zu verdienen als die Altersgenossen. Das fanden amerikanische Soziologen bei der Auswertung von Fragebögen von über 20.000 Befragten aus den Jahren 1972 bis 2002 heraus.
Die Soziologen um Glenn Firebaugh von der Staatsuniversität von Pennsylvania in University Park verglichen bei ihren Probanden das Einkommen und weitere Faktoren wie Gesundheit, Ausbildung und Familienstand, die den Glückszustand beeinflussen. Dabei stellten sie fest, dass das absolute Einkommen einen geringeren Einfluss auf die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation der Befragten hatte als der relative Wert des Einkommens.
Das absolute Einkommen bestimmt direkt, wie viel Geld insgesamt zur Verfügung steht. Forscher hatten daher vermutet, dass ein höheres Einkommen generell mehr Zufriedenheit durch den Kauf von Statussymbolen wie größere Häuser und teurere Autos auslösen könnte. Da das Einkommen in den USA wie in Deutschland meist mit dem Alter steigt, wächst mit dem Alter auch die Zufriedenheit ? besonders jedoch bei den Menschen, die einen stärkeren Anstieg des Einkommens genießen können als ihre Altersgenossen, zeigte die Studie nun. Familien, in denen das Einkommen nicht so stark stieg, schienen mit der Zeit dagegen eher unzufriedener zu werden.
Einen noch größeren Einfluss auf die Zufriedenheit als das Einkommen hatte allerdings die Gesundheit. Wichtig waren auch die Ausbildung und der Familienstand.
Science, Online-Dienst (16.08.2005)
ddp/wissenschaft.de ? Eva Maria Marquart





