Werdende Eltern, die in den Monaten der Zeugung ihres Kindes geraucht haben, sollten sich eher auf ein Mädchen als auf einen Jungen einstellen: Rauchen erhöhe deutlich die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen, berichten japanische und dänische Forscher im Fachmagazin “Lancet” (Ausg. 356, S. 1407).
Die Wissenschaftler um Misao Fukuda von der Fukuda-Frauenklinik in Hyogo (Japan) hatten rund 11.800 Elternpaare nach ihren Rauchgewohnheiten und dem Geschlecht ihres Nachwuchses gefragt. Am größten war dabei die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen, wenn beide Elternteile starke Raucher waren. Rauchte nur ein Elternteil, war sie immer noch höher als bei Nichtrauchern.
Die Samenzellen mit Y-Chromosom, die zu männlichem Nachwuchs führen, seien wohl empfindlicher gegen den chemischen Stress des Rauchens, erklären die Forscher das Ergebnis. Dies mache die Spermien weniger erfolgreich bei der Befruchtung der Eizelle oder führe zu weniger männlichen Embryos, vermuten die Wissenschaftler.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





