Rauchen verlangsamt Heilungsprozesse, beispielsweise nach Knochenbrüchen, und verringert die Wirksamkeit von Östrogen und Antioxidantien wie Vitamin C und E. Raucher sind deshalb wesentlich stärker gefährdet, an Erkrankungen des Skelettes zu leiden.
Die Auswirkungen des Tabakkonsums auf Skelett und Muskulatur sind zentrales Thema einer gegenwärtig in New York stattfindenden Tagung der American Academy of Orthopaedic Surgeons. Unter dem Motto “Orthopaedic Updates” zeigte Stuart A. Hirsch, Vorsitzender der Gesellschaft, eine Reihe von gesundheitlichen Schäden und Gefahren für den Bewegungsapparat auf, die nach neuesten Erkenntnissen direkt mit dem Tabakgenuss in Verbindung gebracht werden müssen.
In seiner Zusammenfassung der jüngsten Forschungsergebnisse strich er die folgenden Auswirkungen des Tabakkonsums auf die Gesundheit der Gelenke, Knochen und der Muskulatur heraus:
Bandscheiben von Rauchern degenerieren schneller und Raucher leiden häufiger unter arbeitsbedingten Bandscheibenschäden und Rückenschmerzen
Tabakgenuss verlangsamt die Produktion von Knochengewebe und den Heilungsprozess von Frakturen
Raucher leiden öfter unter postoperativen Störungen, begründet durch die schlechtere Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff
Schulteroperationen haben bei Nichtrauchern höhere Erfolgschancen
Nikotin beschleunigt den Abbau von Knochenmasse bei Frauen nach den Wechseljahren
die Reproduktion von Knochengewebe wird verstärkt, wenn Patienten das Rauchen aufgeben
Hirsch betonte außerdem, dass jeder Patient, für den ein chirurgischer Eingriff geplant ist, mindestens zwei Wochen vor der Operation nicht mehr rauchen und auch auf den Gebrauch von Nikotin Pflastern verzichten sollte.
Der American Academy of Orthopaedic Surgeons gehoeren mehr als 25.000 amerikanische Mitglieder an. Die gemeinnützige Organisation ist verantwortlich für Weiterbildungsprogramme von Ärzten, Mitarbeitern des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit.
Marion Herzog





