Rauchende Männer haben oft Schwierigkeiten mit der Potenz. Ein internationales Urologen-Team hat herausgefunden, dass bei Rauchern viel häufiger Erektionsstörungen auftreten als bei ihren nicht rauchenden Geschlechtsgenossen. Die Wissenschaftler berichten darüber in der November-Ausgabe des Journal of Urology.
Die Forschergruppe um Kevin T. McVary von der Northwestern University Medical School entdeckte, dass das Rauchen die gut bekannten negativen Effekte von koronaren Herzerkrankungen auf die Potenz erheblich verschärft. Typische koronare Erkrankungen des Herzens sind zum Beispiel Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen.
Auch Potenzschwierigkeiten durch hohen Blutdruck verschlimmern sich nach den Untersuchungen der Urologen durch das Rauchen wesentlich. Außerdem ist problematisch, dass Medikamente gegen hohen Blutdruck die Potenzprobleme zusätzlich steigern.
Trost für Noch-Raucher gibt es dennoch: Männer, die das Rauchen aufgeben, sind nach einiger Zeit wieder genauso potent wie Männer, die niemals geraucht haben.
Die Ursachen für die Erektionsstörungen bei Rauchern sind noch nicht ganz geklärt. Die Mediziner haben aber Hinweise darauf, dass Rauchen die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) beeinträchtigt. Das farblose Gas ist ein wichtiger Überträgerstoff, der an zahlreichen Vorgängen im Organismus beteiligt ist.
Dr. Sebastian Messerschmid





