Rauchen stört die Fortpflanzung an mehreren Stellen: Die Befruchtung der Eizelle gelinge bei Rauchern seltener, und das Erbgut der Spermien sei öfter beschädigt als bei Nichtrauchern, sagt der Forscher. Ab wann ein Raucher dem Glimmstängel entsagen müsse, um seine Fortpflanzungschancen nicht zu schmälern, sei jedoch noch nicht bekannt.
Rauchende Männer haben bei einer künstlichen Befruchtung deutlich geringere Erfolgsaussichten als Nichtraucher. Das berichtet der Münsteraner Forscher Michael Zitzmann auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Menschliche Fortpflanzung und Embryologie in Wien.
Das Team vom Institut für Reproduktionsmedizin in Münster hatte über 300 Paare untersucht, die entweder eine übliche künstliche Befruchtung oder eine so genannte “Intracytoplasmatische Spermieninjektion” (ICSI) vornehmen ließen, bei der die Spermien direkt in die Eizelle eingespritzt werden. Paare, bei denen der Mann rauchte, bekamen mit beiden Methoden deutlich seltener Kinder als Nichtraucherpaare: Die künstliche Befruchtung misslinge bei rauchenden Vätern rund zwei- bis dreimal öfter, sagt Zitzmann.
ddp/bdw – Marcel Falk





