Die Forscher warnen davor, die Ergebnisse direkt auf den Menschen zu übertragen. Eine Schlussfolgerung lassen sie jedoch zu: Eine Bereicherung der Lebensumstände könne die Hirnchemie von Menschen verändern und so die Neigung zu Drogen senken, sagte Nader gegenüber dem Wissenschaftsmagazin “New Scientist”.
Affen von niedrigem Rang werden eher kokainsüchig als Leittiere. Das berichten amerikanische Biologen im Fachmagazin “Nature Neuroscience” (Februar-Ausgabe).
Die Forscher um Michael Nader von der Universität Wake Forest brachten zwanzig Makaken zusammen und untersuchten die Hirnchemie der Tiere, während sich in der Affengruppe eine Rangordnung ausbildete. Innerhalb von nur drei Monaten fand das Team deutliche Veränderungen: Die Leitaffen hatten in ihrem Gehirn mehr Andockstellen für den Botenstoff Dopamin, der Lustgefühle auslösen kann und auch von Drogen aktiviert wird. Die Drogen selbst hatten die Leittiere aber scheinbar nicht mehr nötig: In anschließenden Versuchen mit Kokain griffen rangniedere Affen häufiger zu.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





