Die Untersuchungen der Forscher zeigten: Im Verlauf der Kindheit und frühen Pubertät nimmt bei beiden Geschlechtern die Hirndurchblutung ab. Doch im Lauf der Pubertät endet diese Gemeinsamkeit: Bei den jungen Männern sinkt die Durchblutung beim Heranwachsen weiter, bei den jungen Frauen nimmt sie hingegen wieder zu. Am Ende der Adoleszenz weisen Frauen deshalb eine stärkere Durchblutung im Gehirn auf als Männer.
Ein neuer Anhaltspunkt für gesunde Hirnentwicklung?
Vor allem in Hirnbereichen, die mit Sozialverhalten und Emotionen zu tun haben ist die Durchblutung bei Frauen intensiviert, zeigten die Untersuchungen der Forscher. Ihnen zufolge könnte dies im Zusammenhang mit der durchschnittlich etwas höheren sozialen Intelligenz von Frauen im Vergleich zu Männern stehen. Möglicherweise könnte sie dies aber auch anfälliger für Depressionen und Angststörungen machen. Männer leiden hingegen tendenziell häufiger an Schizophrenie, zeigen Statistiken.
Den Hirnforschern zufolge erweitern die aktuellen Studienergebnisse nun das Verständnis über Prozesse normaler Hirnentwicklung und könnten damit vielleicht auch zu neuen Diagnosesystemen beitragen. „Möglicherweise könnte man mit entsprechenden Verfahren eines Tages problematische Hirnentwicklungen frühzeitig erkennen und so der Ausbildung von mentalen Störungen entgegenwirken”, sagt Satterthwaite.





