Quizshows wie “Wer wird Millionär” erzählen den Zuschauern mythische oder märchenhafte Geschichten. Das mache deren Beliebtheit aus, vermuten britische Forscher im Fachmagazin “The Psychologist”.
In der Show seien die Rollen wie im Märchen klar verteilt, sagen die Psychologen Martin Roiser und Dave Stevens von der Thames Valley Universität in London. Der Rater ist dabei der Held, der sich unerschütterlich durch alle Wirren zum Reichtum durchzukämpfen versucht. Auf diesem Abenteuer begleitet ihn der Fragesteller als “Gottesboten” und bringt ihm die Botschaften von der höheren Gewalt, die Bewertung seiner Antworten.
Der Rater muss 15 Stufen erklimmen, bis er wie Hans über die magische Bohnenstange zum Schatz gelangt. Dabei hat der Held allerlei Verlockungen zu widerstehen. So kann ihn das Publikum oder ein Freund, den er in der Not um Hilfe bittet, wie die Syrenen den Odysseus in die Falle locken, sagen die Psychologen.
ddp/bdw – Marcel Falk





