Die genetisch programmierte Selbstzerstörung überflüssig gewordener Zellen soll eine neue Waffe gegen den Krebs liefern. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg am Donnerstag mitteilte, haben DKFZ-Wissenschaftler ein Verfahren patentiert, mit dem der programmierte Zelltod (Apoptose) auch bei Tumorzellen ausgelöst werden kann. Diese würden sich dann quasi selbst töten. Das Biotechnologieunternehmen Rubikon AG in München hat die Lizenz auf das DKFZ-Patent erworben und will das Verfahren bis zur Marktreife weiterentwickeln. Das könnte allerdings noch Jahre dauern.
DKFZ-Wissenschaftler Dietrich Werner und seine Forschungsgruppe identifizierten ein CID genanntes Gen, dessen Protein die Apoptose auslöst. Tumorzellen produzierten das CID-Protein zwar ebenfalls, aber nicht in ausreichender Menge, um den Zelltod auszulösen. Die Wissenschaftler suchen nun nach einem Weg, um die Tumorzellen zur erhöhten Produktion des CID-Proteins anzuregen. Die Wissenschaftler haben bereits einen Schalter (Promotor) des Gens gefunden, der die Produktionsmenge des CID-Proteins regelt. “Jetzt können wir untersuchen, wie dieser Promoter stimuliert werden kann”, sagte Werner. dpa ch yysw hu
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