Pollen von Gentech-Raps können sich auch in weit entfernt liegenden Feldern einkreuzen. Das fanden Forscher der Universität Adelaide, die nach eigenen Angaben die ersten solchen Studien an großen, kommerziellen Feldern durchgeführt haben.
Das Team um Mary Rieger untersuchte 63 Felder rund um Anbaugebiete von Gentech-Raps. Die Pflanzen sind gegenüber bestimmten Herbiziden unempfindlich und werden seit rund zwei Jahren in Australien angepflanzt. Ergebnis: Weniger als 0,2 Prozent der Rapspflanzen in den umliegenden Feldern tragen die gentechnologischen Veränderungen. Damit gelange nur ein verschwindend kleiner Teil der Gentechpollen in Felder mit konventionellem Raps, sagen die Forscher. Allerdings können die Pollen große Strecken überwinden: Auch in drei Kilometer entfernt liegenden Äckern fanden die Biologen noch Verunreinigungen mit Gentech-Raps, meldet das Fachmagazin “Science” (Bd. 296, S. 2386).
Marcel Falk, Bild: Steve Sutherland/New South Wales Agriculture





