Junge Sportler haben ein erhöhtes Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Das haben italienische Forscher herausgefunden. Die Ergebnisse ihrer 20-jährigen Studie haben Domenico Corrado und seine Kollegen von der Universität Padua auf der diesjährigen Konferzenz der American Heart Association präsentiert.
Die Studie vergleicht zum ersten Mal die Sterberaten von sportlich aktiven und passiven jungen Menschen über einen längeren Zeitraum. Zwischen 1979 und 1999 haben die Forscher Todesfälle der 12- bis 35-Jährigen in der italienischen Region Veneto ermittelt. Insgesamt war das Risiko, einem plötzlichen Tod zu erleiden, sehr gering, etwa 1 zu 100.000. Bei den Athleten war die Sterberate mit 2.3 zu 100.000 rund zweieinhalb mal höher als bei ihren unsportlichen Altersgenossen (0.9 zu 100.000).
Sportliche Anstrengung könne einige der erblich bedingten oder entwicklungsmäßigen Probleme auslösen, beispielsweise Erkrankungen des Herzmuskels, erklärte David Garlick, Direktor für Sportmedizin an der Universität von New South Wales, bei der Konferenz. Diese Ergebnisse sollten junge Menschen nicht entmutigen, einen Sport auszuüben, sagte Corrado. Vielmehr erfordere es besserer Eignungstests für Sportler.
Thomas Jochem





