Exotische Fische aus dem Aquarium einfach in das nächste Gewässer zu entlassen schadet laut dem U.S. Geological Survey nicht nur dem heimischen Ökosystem, sondern kommt oft einem Todesurteil für die Fische gleich.
Was macht man, wenn man langsam feststellt, dass die exotischen Fische im Aquarium nicht nur Stunden der Freude und Entspannung bringen, sondern dass die Pflege des Aquariums fast zur Ganztagsbeschäftigung wird? Das Aquarium in die Toilette entleeren und abziehen? Zu grausam! Wahrscheinlich ist es besser die Fische in den nächsten See oder Fluss zu entlassen, stimmt’s? Falsch.
Nach dem U.S. Geological Survey in Gainesville kann das schlimme Konsequenzen für das heimische Ökosystem und die dort lebenden Fische haben.
Gelangen exotische Fische in ein Gewässer, in dem sie nicht heimisch sind, werden sie anfällig für Parasiten und Krankheiten, die sie nicht abwehren können. Außerdem können sie heimischen Tieren wie größeren Raubfischen oder Vögeln zum Opfer fallen. Andererseits machen sie aber auch den heimischen Fischen Konkurrenz oder stecken sie eventuell mit exotischen Parasiten oder Krankheiten an. Fische wie Piranhas könnten, dort wo sie überleben, sogar eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen.
Wie entsorgt man seine Aquariumfische also richtig? Die Biologin Pam Fuller macht mehrere Vorschläge: Man könnte die Fische einer Tierhandlung oder einem anderen interessierten Aquariumbesitzer geben oder sie einer öffentlichen Einrichtung wie einem Krankenhaus, einer Schule oder einem Altersheim spenden und damit anderen sogar noch eine Freude machen.
Ralf Möller





