Dadurch haben es die Pinguine von ihren Brut- und Rastplätzen zwar nicht mehr so weit bis zum Wasser, doch der Krill, eine ihrer wichtigsten Nahrungsquellen, vermehrt sich ohne die schützende Eisfläche weniger gut. Da die Pinguine weniger Nahrung vorfinden, ist auch ihre Lebenserwartung gesunken, so die Forscher.
Den Kaiserpinguinen in der Antarktis ist es wohl zu warm geworden. In den vergangenen fünfzig Jahren ist der Bestand um die Hälfte zurückgegangen, berichten französische Forscher im Fachmagazin “Nature” (Vol. 411 Iss. 6834).
Laut Christophe Barbraud und Henri Weimerskirch vom Zentrum für biologische Studien in Villiers en Bois ist Ende der siebziger Jahre die Zahl der Tiere stark zurückgegangen. In dieser Zeit wurden die antarktischen Winter sehr viel milder, was zu höheren Wassertemperaturen und zum Rückgang des Eises führte.
Ulrich Dewald





