Die bekannte Heilpflanze Ginkgo könnte auch den geistigen Verfall bei MS-Patienten bremsen. Das haben Mediziner am Donnerstag (18. April) bei Jahrestreffen der amerikanischen Akademie für Neurologie in Denver berichtet.
In einer Pilotstudie mit 23 Probanden zeigten mit der fernöstlichen Heilpflanze behandelte Patienten deutlich bessere neurologische und geistige Fähigkeiten als Patienten, die nur ein Scheinpräparat erhielten, erläuterten die Wissenschaftler unter Leitung von Jody Corey-Bloom von der Universität von Kalifornien in San Diego. Nun müssten weitere, ausführlichere Studien die Wirkung und die Möglichkeiten der Behandlung mit dem pflanzlichen Heilmittel genauer untersuchen. Laut Corey-Bloom litten rund die Hälfte aller MS-Kranken nicht nur an körperlichen Symptomen, sondern auch an einem Rückgang der kognitiven Fähigkeiten.
Präparate aus dem Ginkgobaum, in Deutschland auch als Japanischer Tempelbaum bekannt, werden bereits bei Durchblutungsstörungen besonders in der Kopfregion und zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit eingesetzt.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





