Das krebserregende Schwermetall Arsen wirkt auf das Wachstum des gebänderten Saumfarn ( Pteris vittata) anregend: Wie ein Magnet entzieht der Farn verseuchten Böden Arsen in großen Mengen und in sehr kurzer Zeit. Lena Q. Ma vom Soil and Water Science Department der University of Florida in Gainesville und ihre Kollegen berichten über die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift “Nature”. Die Reinigung verseuchten Erdreich durch Farne könnte künftig eine kostengünstige, effiziente und sehr einfache Alternative zu herkömmlichen Methoden sein, sagt Ma.
Der Saumfarn (Pteris vittata) besitzt die für Farne typischen gefiederten Farnwedel. Er ist in warmen Regionen weit verbreitet – beispielsweise im gesamten Mittelmeerraum. Wie das Forscherteam um Ma herausfand, hat dieser Farn eine Vorliebe für den Schadstoff Arsen. Bislang ist der Farn die einzige bekannte Pflanze, die dieses Schwermetall in seinen Blättern anreichert.
Ma und ihre Kollegen zeigten in Freilandversuchen auf verseuchten Böden sowie Treibhausversuchen mit künstlich im Erdreich eingebrachten Verunreinigungen, dass auch sehr hohe Arsengehalte dem robusten Farn nichts ausmachen. Weder die Konzentration des Schadstoffes noch die chemische Verbindung in der Arsen auftritt scheint von Bedeutung zu sein.
90 Prozent des Arsen wird in den gefiederten Wedeln, den Blättern des Farns angesammelt, so Ma. Selbst aus unbelasteten Böden “frißt” der Farn Arsen und reichert es hundertfach in seinen Blättern an. So stieg beispielsweise in künstlich mit 1.500 ppm (parts per million ? Teile pro Millionen) Arsen verunreinigten Böden der Arsengehalt in den Blättern innerhalb von nur zwei Wochen von 30 auf 15.800 ppm Arsen an.
Die Umweltunternehmen wollen sich die Eigenschaften des Farns zu Nutze machen um verseuchtes Erdreich zu reinigen. Bereits wenigen Wochen nach Anbau des Farns sei es möglich die mit Arsen angereicherten Blätter zu entfernen und wie Giftmüll sicher auf einer Deponie zu lagern.(Nature, 409, S. 579 ? 580)
Mathias Knaak





