Auch wenn Pavianen die Monogamie fremd ist und sich Weibchen gerne mit mehreren Männchen einlassen, erkennen Pavianväter dennoch ihre Kinder. Bei Rivalitäten ergreifen sie sogar entschieden Partei für ihren Nachwuchs, schreiben Zoologen im Fachmagazin Nature (Ausg. 425, S. 179).
Der Biologe Jason Buchan von der amerikanischen Duke-Universität in Durham und seine Kollegen beobachteten in einer Langzeitstudie in Kenia das Verhalten von Pavianen. Um herauszufinden, warum bestimmte Tiere bei Auseinandersetzungen zusammen halten, untersuchten sie mit genetischen Methoden die Verwandtschaft der Sippenmitglieder. Dabei zeigte sich, dass es unter anderem die Väter auf den Plan ruft, wenn sich ihre Kinder mit Artgenossen anlegen.
Offenbar erkennen Pavianmännchen auch ohne eheähnliches Verhältnis zur Mutter, welche Kinder von ihnen stammen. Wie die Männchen dazu in der Lage sind, ist bislang jedoch unklar. Vielleicht können sie die mit dem Weibchen verbrachte Zeit abschätzen, oder sie identifizieren ihren Nachwuchs am Geruch, spekulieren die Forscher.
ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek





