Das Ozonloch über der Antarktis hat dieses Jahr wieder eine beachtliche Größe erreicht: Wie die amerikanische Raumfahrtagentur Nasa und die National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA) berichten, war das Loch am 11. September 2003 28 Millionen Quadratkilometer groß, etwas kleiner als der nordamerikanische Kontinent. Nur im Herbst 2000 war der Ozonschwund noch größer.
Im vergangenen Jahr hatte die Ausdehnung des Ozonlochs nur 21 Millionen Quadratkilometer betragen. “Außer Chlor- und Bromverbindungen, die die Ozonzerstörung verursachen, spielen auch extrem kalte Temperaturen eine Rolle dabei, wie groß das Ozonloch jedes Jahr wird”, erklärt Nasa-Wissenschaftler Paul Newman. Dass das diesjährige Ozonloch wieder Rekordgröße erreicht, liege vor allem an den meteorologischen Bedingungen.
Am Ende des Winters in der Antarktis, der von Juni bis September dauert, erreicht das Ozonloch jährlich seine größte Ausdehnung. Da die ozonzerstörenden Chlor- und Bromverbindungen mittlerweile verboten sind und nicht mehr produziert werden, rechnen Atmosphärenforscher damit, dass das antarktische Ozonloch bis 2050 verschwunden ist.
Ute Kehse





