Ozon in der Atemluft macht Männer weniger fruchtbar. Das berichtet Rebecca Sokol von der Universität Süd-Kalifornien auf dem Jahrestreffen der Gesellschaft für Fortpflanzung in Rancho Mirage. Der Luftschadstoff setze die Zahl und die Beweglichkeit der Spermien gesunder Männer herab.
Sokol und ihre Kollegen hatten Spermienproben kalifornischer Männer mit aktuellen Daten der Luftqualität verglichen und einen eindeutigen Zusammenhang festgestellt. Wie das eingeatmete Ozon jedoch auf die Spermienqualität Einfluss nimmt, können die Forscher noch nicht erklären. Klarheit schaffen sollen nun weitere Studien mit Männern aus Mexiko-City oder New York, wo die Ozonwerte extrem schwanken.
Ozon bildet sich in den unteren Atmosphärenschichten in der Luft durch chemische Reaktionen von Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen unter starker Sonneneinstrahlung. Gerade bei warmem Sommerwetter kommt es deshalb zu einem Anstieg der bodennahen Ozonkonzentration. Die beiden Verursachersubstanzen stammen vor allem aus Autoabgasen.
ddp/bdw – Nicole Waschke





