Japanische Wissenschaftler konnten erstmals direkt zeigen, dass oxidiertes “low density lipoprotein” (ox-LDL) ein Risikofaktor für Herzattacken ist. Möglich wurde dies durch verbesserte Nachweismethoden für geringe Mengen des oxidiertem Blutfettes. Die Forscher haben 135 Patienten untersucht, die mit Herzschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Je schwerer die Erkrankung, umso höher war der Gehalt an ox-LDL, berichten die Forscher im Magazin “Circulation”.
In einer zweiten Studie untersuchten die Forscher den Gehalt an ox-LDL in den Ablagerungen der Herzarterien von Herzpatienten. Auch diesmal fanden die Forscher mehr ox-LDL je schwerer die Erkrankung war.
LDL ist ein Bestandteil der Ablagerungen in den Arterien. Abbrechende Ablagerungen sind eine Gefahr für das Herz, da sie Blutgefäße verstopfen können. Das Aufbrechen aktiviert einen gleichzeitig Oxidationsprozess, der offenbar in direkten Zusammenhang mit der Menge an ox-LDL im Blut steht.
Mit Hilfe von ox-LDL könnten Ärzte dementsprechend das individuelle Risiko eines Patienten für eine Herzerkrankung bestimmen, so die Forscher. Allerdings gebe es derzeit keine für die ärztliche Praxis tauglichen Analysemethoden für das Blutfett.
Andreas Wawrzinek





