Mit einem Oscar ausgezeichnete Drehbuchautoren haben eine geringere Lebenserwartung als Filmautoren, die für den Preis nur nominiert wurden. Das berichten kanadische Wissenschaftler im “British Medical Journal” (Ausg. 323, S. 1441-2).
Die preisgekrönten Drehbuchschreiber sterben im Schnitt 3,6 Jahre früher, fanden die Forscher um Donald Redelmeier vom Sunnybrook-Krankenhaus in Toronto in ihrer Studie an 850 Filmautoren heraus. Die Gründe vermuten die Mediziner im häufig ungesunden Lebenswandel erfolgreicher Autoren mit durchgearbeiteten Nächten, wenig Bewegung und starkem Zigarettenkonsum. Ein Oscar gebe den Autoren zwar emotionalen Auftrieb, die Auszeichnung sei jedoch kein Garant für Erfolg und Einkommen in der Zukunft.
In einer ähnlichen Studie an Filmschauspielern hatte sich dagegen für Oscargewinner eine höhere Lebenserwartung ergeben. Filmstars, die ständig im Rampenlicht stehen, müssten mehr auf einen gesunden Lebenswandel achten als Autoren, um erfolgreich zu sein, erklären die Mediziner die unterschiedlichen Ergebnisse.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





