Die erste erfolgreiche Kehlkopftransplantation hat den Empfänger zu einem begeistertem Redner gemacht. Der Mann, der 20 Jahre lang, unfähig war zu sprechen, kann nach seiner vor drei Jahren durchgeführten Operation nun sogar wieder singen. Dies berichtet das Fachblatts New England Journal of Medicine.
1998 wurde Timothy Heidler, der seinen Kehlkopf vor 23 Jahren bei einem Motorradunfall verlor, von Ärzten der Cleveland Clinic Foundation in Ohio operiert. Nachdem die Operation ein Erfolg war, suchen die Ärzte nun einen weiteren Kandidaten für eine ähnliche Operation.
Die Transplantation hilft Patienten, die ihren Kehlkopf aufgrund eines Traumas oder eines Tumors verloren haben. Jedoch entfacht die Operation auch ethische Streitgespräche. In der Vergangenheit wurden die meisten Transplantationen durchgeführt, um Leben zu retten, so überwog der Nutzen über die Risiken der Medikamente gegen die Abstoßungsreaktionen des Körpers. Diese Medikamente, die ernste Nebenwirkungen haben können, müssen nach einer Transplantation ein Leben lang eingenommen werden, damit das Immunsystem des Empfängers das fremde Gewebe nicht abstößt. Eine Kehlkopftransplantation ist jedoch keine lebensrettende Maßnahme.
Nicole Waschke





