In offenen Büros, in denen die Mitarbeiter einer Arbeitsgruppe in Sicht- und Hörweite beisammen sitzen, arbeitet es sich am effektivsten. Ungünstig sind dagegen Trennwände zwischen den Arbeitsplätzen oder komplett abgeteilte Einzelbüros. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Cornell-Universität in Ithaca nach einer Studie unter 229 Angestellten in acht Firmen.
Gerade jüngere Mitarbeiter bevorzugten den offenen Kontakt mit ihren Kollegen in weiträumigen Büros, berichten Franklin Becker und William Sims in einer Mitteilung der Universität. Sie könnten sich trotz der Geräuschkulisse ausreichend auf ihre Arbeit konzentrieren. Der Gewinn an Kommunikation und Zusammengehörigkeitsgefühl im Team mache die möglichen Störeffekte bei weitem wieder wett, so Becker und Sims.
Trennwände schützen zwar vor neugierigen Blicken. Sie hätten jedoch den entscheidenden Nachteil, dass die Kollegen nicht sehen könnten, wer gerade in eine schwieriges Problem vertieft sei und etwa für eine kurze Zwischenfrage besser nicht gestört werden dürfe, schreiben die Forscher.
Abgeteilte Einzelbüros werden zwar von vielen Angestellten bevorzugt, die sich von den Kollegen abgelenkt fühlen. Doch nachdem gerade Manager einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit im Gespräch mit Mitarbeitern verbringen, seien solche Büros für den Gesamterfolg der Arbeitsgruppe eher ungünstig.
ddp/bdw ? Ulrich Dewald





