Welch gravierende Auswirkungen die weitgehende Ausrottung des Wolfes vor 40 Jahren in den kanadischen Rocky Mountains auf das heutige Ökosystem dort hat, zeigt eine Studie von Forschern um Mark Hebblewhite von der University of Alberta in Edmonton. Die Untersuchung fand im Banff Nationalpark statt. Dort hatten sich Mitte der Achtzigerjahre in einem Gebiet wieder Wölfe angesiedelt. So konnten die Wissenschaftler Vergleiche mit einer Region anstellen, in der keine oder nur wenige Wölfe leben. Es zeigte sich, dass sich dort die Wapiti-Hirsche wesentlich stärker ausgebreitet hatten. Die jährliche Überlebensrate weiblicher Tiere lag bei 89 Prozent, während sie in dem Areal mit vielen Wölfen nur 62 Prozent betrug. Als Folge der vielen Hirsche kam es vor allem in der Nähe von Gewässern zu einem erheblichem Verbiss an Weidenbäumen und Espen, viele starben ab. Das führte wiederum dazu, dass die Zahl der Singvögel sank, die am Ufer in diesen Bäumen genistet hatten. Gleichzeitig reduzierte sich auch der Biberbestand, da die Nagetiere nicht mehr genügend Holz zum Bauen ihrer Dämme fanden.





