Forschungsstationen in der Antarktis stehen immer wieder in der Kritik, weil Umweltschützer befürchten, dass die Emissionen der Dieselgeneratoren das fragile Ökosystem gefährden. Außerdem brauchen selbst organische Abfälle Jahre, um im ewigen Eis zu kompostieren. Belgien will daher im antarktischen Sommer 2007/2008 die bisher einzigartige Forschungsstation „Prinzessin Elisabeth” errichten. Das 6,4 Millionen Euro teure Projekt soll ohne Generatoren auskommen und alle anfallenden Abfälle recyclen. Im Sommer wird die Station von Solarpanelen auf dem Dach und an den Seitenwänden mit Energie versorgt. Im dunklen, stürmischen Winter übernehmen dies bis zu zehn spezielle Windturbinen, die jeweils sechs Kilowatt leisten. In der Station werden zwölf Wissenschaftler Klimaforschung betreiben. Allerdings wird die „ Prinzessin Elisabeth” zunächst nur im antarktischen Sommer besetzt sein, da noch untersucht werden muss, ob die Versorgung mit Windenergie im Winter ausreicht.





