Wie wichtig eine Einbeziehung von Politik und Weltwirtschaft für den Tiger-Schutz sein wird, verdeutliche auch das Schicksal des Tigers am Mekong: Bereits heute gilt das Fünf-Länder-Eck nicht nur unter Ökologen, sondern auch bei Ökonomen als “Hot-Spot”. So hat etwa die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) den Anrainerstaaten am unteren Mekong ein enormes wirtschaftliches Potential bescheinigt – verbunden mit einem erheblichen Bevölkerungswachstum. Nach WWF-Angaben mussten demnach allein in Südostasien seit 1990 jährlich 2,7 Millionen Hektar Wald den Monokulturen riesiger Plantagen weichen, in denen Kakao, Kaffee, Tee, Cashew-Nüsse oder Kautschuk angebaut werden.
Hintergrund “Jahr des Tigers”: Am 14. Februar 2010 beginnt nach dem chinesischen Kalender das “Jahr des Tigers”. Nach WWF-Schätzungen gibt es nur noch rund 3200 Tiger in der Wildnis. Der WWF widmet dem Tiger 2010 daher eine weltweite Schutz-Kampagne. Ziel sei es, die Bestandszahl der Großkatze in seinen wichtigsten Verbreitungsregionen bis zum nächsten “Jahr des Tigers” 2022 zu verdoppeln.
Foto: © David Lawson / WWF-UK





