Die Max-Planck-Forscher fanden heraus, dass das Wahlverhalten der Zebrafinken genetisch variiert: Genetische Schwestern wählten ihre Partner auf ähnliche Art und Weise hinsichtlich ihres Aktivitätsmusters, der Verweildauer bei den Männchen und der Zahl der Wechsel zwischen den verschiedenen Männchen. Bei den eigentlichen Präferenzen, also der Frage welche Männchen letztlich bevorzugt werden, waren jedoch keine genetischen oder Prägungseffekte festzustellen. Weder die genetischen noch die gemeinsam aufgezogenen Schwestern zeigten größere Übereinstimmung in den Partner-Präferenzen als Weibchen, die unverwandt und getrennt voneinander aufgezogen worden waren. “Beide Mechanismen wurden bislang in ihrer Bedeutung für die Präferenz für einen Partner überschätzt”, sagt Wolfgang Forstmeier, einer der Co-Autoren der Studie. Es muss also noch andere Ursachen für individuelle Partner-Präferenzen geben als genetische Verwandtschaft oder frühe sexuelle Prägung. Diese Ursachen gilt es in Zukunft genauer zu erforschen.
http://www3.interscience.wiley.com/journal/122678927/abstract?CRETRY=1&SRETRY=0





