US-Forscher haben Eiweißstoff entwickelt, der dem Aids-Virus den Zugang zur menschlichen Zelle versperren und damit das Handwerk legen soll. Im Labor verhindert das Protein “5-Helix”, dass die Viren mit einer Zellhülle verschmelzen und damit eine HIV-Infektion verursachen. Bisher stehen klinische Versuche an Menschen noch aus.
Der neue Eiweißstoff könnte einmal eine neue Generation von Mitteln gegen HIV und andere Viren ergeben, hoffen die Autoren. Sie geben sich außerdem zuversichtlich, mit “5-Helix” zur Suche nach einem geeigneten Impfstoff gegen Aids beitragen zu können. Die Arbeit soll am Freitag auch in der online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals “Science” – ” Sciencexpress” – vorgestellt werden.
Der amerikanische Virologe Robert Lamb von der Northwestern Universität in Evanston (US-Staat Illinois) hält es für eine “aufregende Möglichkeit”, “5-Helix” einmal in einem Aids-Impfstoff einzusetzen. Die gleiche Strategie könnte auch dem Ebola-Erreger und anderen gefährlichen Viren den Zugang zur menschlichen Zelle verbauen.
Das Autorenteam um Michael Root und Peter Kim vom Whitehead Institute für Biomedizinische Forschung des MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge baute das Molekül “5-Helix” so, dass es den Mechanismus blockiert, mit dem das HI-Virus seine Membran mit der einer fremden Zelle verschmilzt.
dpa





