Ein neues Medikament kann die Verhärtung des Blutsystems, die mit dem Alter auftritt, wieder umkehren. Das haben Forscher der John Hopkins Medical Institutions auf dem Meeting des American College of Cardiology bekannt gegeben.
Das Mittel mit dem Namen ALT-711 löst Zuckerverbindungen zwischen Proteinen, die sich vermehrt im Alter bilden, beziehungsweise eine Nebenwirkung des veränderten Stoffwechsels bei Patienten mit Diabetes sind. Besonders betroffen sind langlebige Proteine, etwa Strukturproteine in den Wänden von Arterien. Je mehr Verzweigungen sich bilden, desto steifer wird das Gewebe. In den Blutgefäßen führt dies zu verminderter Elastizität und treibt den Blutdruck in die Höhe. Das Risiko für einen Herzinfarkt steigt.
Die Forscher um den Arzt David A. Kass untersuchten in ihrer Studie 93 Patienten mit einem Mindestalter von 50 Jahren und messbarer Versteifung der Gefäße. Alle Probanden hatten einen deutlich erhöhten Blutdruck. Die Behandlung erstreckte sich über acht Wochen. Währenddessen maßen die Wissenschaftler neben anderen Faktoren den Blutdruck, die Flexibilität der Arterien und den Blutfluss durchs Herz. Die Elastizität der Gefäße verbesserte sich in dieser Zeit um 18 Prozent und der Blutdruck sank.
Mehr als die Hälfte aller Menschen über 60 Jahren leidet an versteiften Gefäßen.
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Dr. Dagmar Knopf





