Die Cholesterinwerte allein reichen vermutlich nicht aus, um das Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfall oder Gefäßerkrankungen präzise zu bestimmen. Das so genannte C-reaktive Protein, ein Eiweiß, das gefäßschützende Prozesse verhindert, spielt eine ebenso wichtige Rolle, berichten amerikanische Mediziner in der Fachzeitschrift Circulation (Ausgabe vom 17. September).
In einer Reihe von Experimenten haben die Forscher um Ishwarlal Jialal von der Universität Kalifornien in Sacramento einen neuen molekularen Mechanismus entdeckt, der die Entstehung schädlicher Beläge in den Gefäßwänden fördert: Das C-reaktive Protein stiftet weiße Blutkörperchen und andere Moleküle dazu an, sich an die Wände zu heften, was diese so genannte Plaquebildung fördert. Gleichzeitig hindert es das Schutzenzym “eNOS” daran, diesem Anhaften entgegenzuwirken und damit die Gefäße gesund zu halten.
Die Ergebnisse könnten neue Ansätze für die Entwicklung von Medikamenten liefern, sagen die Mediziner. In vorbeugenden Untersuchungen sollten neben den Cholesterinwerten auch die Menge des C-reaktiven Proteins im Blut bestimmt werden, raten sie.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





