Asthma wird durch das so genannte T-bet-Gen beeinflusst. Dies gibt die Forschergruppe um Susetta Finotto von der Harvard Medical School in Boston, MA in der aktuellen Ausgabe des Magazins Science bekannt (Bd. 295; S. 336). Damit wäre T-bet als Angriffspunkt für neue Asthmamedikamente denkbar.
Im Lungengewebe von Asthmapatienten fanden die Wissenschaftler geringere Anteile an T-bet-Genen als normal. Bei Mäusen, denen das T-bet-Gen fehlte, traten spontan Entzündungen der Atemwege auf. Die Symptome ähnelten laut Susetta Finotto den Charakteristika menschlichen Asthmas.
Asthmatiker leiden den Ergebnissen der Studie zufolge an einer Dysfunktion des Gens. Das T-bet-Gen hat Eigenschaften wie Entzündungsgene. Es kontrolliert die Produktion bestimmter Zytokine, die wiederum bei Infektionen die körpereigene Abwehr stimulieren.
In einer weiteren Studie untersuchten die Forscher verschiedene Typen von Lymphozyten bei Mäusen. Ohne T-bet produzierten die CD4 T-Zellen und die Killerzellen viel weniger infektionsabwehrende Zytokine. Dagegen verhielt sich ein dritter Typ Lymphozyten ganz normal. Dies weise darauf hin, dass diese Lymphozyten über andere Wege gesteuert werden, so die Forscher.
Anna Voormann





