Sie sehen nur gleich aus
Für ihre Studie verglichen sie nun gezielt das Erbgut von Tieren aus Afrika mit dem von Exemplaren aus Eurasien und zusätzlich auch mit der DNA von Wölfen. Die Auswertungen zeigten: Bei den angeblichen Goldschakalen Afrikas handelt es sich um eine eigene Art, die sich mindestens eine Million Jahre getrennt vom Goldschakal Eurasiens entwickelt hat. Das bedeutet: Unterm Strich ist das Sortiment der bekannten afrikanischen Vertreter der Caniden – zu denen Hunde, Wölfe, Füchse und Schakale gehören – nun von 35 auf 36 Arten gestiegen.
Goldige Schrumpf-Wölfe
Die Forscher entdeckten bei ihren genetischen Vergleichen noch einen weiteren spannenden Aspekt: Die neue Spezies steht dem Wolf entwicklungsgeschichtlich sogar näher als dem Goldschakal. Es handelt sich demnach um eine Art goldenen Mini-Wolf. Aus diesem Grund nannten die Forscher den „alten Neuling” nun Afrikanischen Goldwolf (Canis anthus). Bei dem ähnlichen Aussehen zwischen ihm und dem Goldschakal handelt es sich ihnen zufolge nur um einen Effekt der parallelen Evolution. „Wie man sieht, kann man selbst bei bekannten und weit verbreiteten Arten wie dem Goldschakal versteckte biologische Vielfalt entdecken”, kommentiert Koepfli das Ergebnis der Studie.





