Europäische Forscher haben eine neue Theorie über den Ursprung des Lebens: Es entstand in kleinen Hohlräumen eisensulfidhaltiger Felsen am Meeresgrund, glauben William Martin von der Universität Düsseldorf und Michael Russell vom Umwelt-Forschungszentrum in Glasgow.
In diesen Zellen sammelten sich auf engstem Raum Wasserstoff, Cyanide, Sulfide und Kohlenmonoxid und damit auch Ur-Substanzen des Lebens. Sie reagierten schließlich miteinander und bildeten so die ersten lebenden Organismen. Ihre Theorie stellen die Wissenschaftler im Fachblatt “Philosphical Transactions B” vor.
Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass sich die Bausteine des Lebens durch chemische Reaktionen in der Ur-Atmosphäre bildeten und sich dann zu den ersten Zellen zusammensetzten. Nach der Theorie von Martin und seinen Kollegen ist es wesentlich wahrscheinlicher als bisher angenommen, dass es auf anderen Planeten in unserem Sonnensystem Leben gibt. Es könne auf jedem nassen, steinigen Planeten entstehen, sagen die Forscher.
ddp/bdw – Heidi Scharvogel





