Bösartige Zeitgenossen ahnen es schon lange: Viele Jugendliche unterhalten sich auf Steinzeit-Niveau. Rückenstärkung bekommen sie jetzt von einem Anthropologen aus den USA.
Robert McCarthy von der Florida Atlantic University in Boca Raton hat kürzlich verkündet, die Sprache der Neandertaler am Computer synthetisiert zu haben. Als Vorbild nahm er den Stimmtrakt eines 50 000 Jahre alten Funds aus Frankreich. Dass der Neandertaler sprechen konnte, steht für viele Wissenschaftler schon längere Zeit fest. Sie schließen das aus Rekonstruktionen seines Kehlkopfs und der Tatsache, dass er eine Variante des Sprach-Gens FOXP2 besaß. Völlig unklar war bisher, wie sich der Neandertaler beim Sprechen anhörte.
Wer sich die Mühe macht, im Internet unter //media.newscientist. com/data/images/ns/av/dn13672A1.wav den Ergebnissen der Forschung McCarthys zu lauschen, bekommt Verblüffendes zu hören: Der kurze Laut erinnert frappant an die beliebte Umgangssprache der heutigen Jugend, das sogenannte Kanak-Deutsch. „Ey!”, blökt es einem aus den Lautsprechern entgegen – ein Schelm, der Böses dabei denkt.





