Auf dem Bildschirm sieht der Chirurg die per CT errechnete 3D-Darstellung des Körperinneren. Die Kamera verfolgt dann präzise das Instrument in seinen Händen, während er operiert. Dazu sitzen auf dem OP-Besteck drei lichtreflektierende Kugeln, über die sich seine Position millimetergenau berechnen und mit der 3D-Aufnahme vergleichen lässt. Doch die neue Methode unterstützt die Mediziner noch in einem weiteren Punkt, schreibt Bernhart. Da die Leber nämlich ein sehr weiches und geschmeidiges Organ ist, verformt sie sich schon allein beim Öffnen der Bauchdecke, die Blutgefäße dehnen und verschieben sich und die 3D-Bilder stimmen möglicherweise nicht mehr mit dem aktuellen Zustand überein. Abhilfe schafft hier Ultraschall, der die Veränderungen der Leber systematisch erfasst und berechnet und es dem Chirurgen so ermöglicht, punktgenau und sicher zu seinem Ziel vorzudringen.
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