So genannte “natürliche Killerzellen” im Immunsystem können ganz spezifisch Viren erkennen und zerstören. Dies haben Mediziner der Washington University School of Medicine herausgefunden. Bislang war man der Meinung gewesen, dass diese Zelltypen nur auf eine unspezifische Weise auf Infektionen reagieren.
“Wenn wir verstehen, wie die natürlichen Killerzellen vireninfizierte Zellen beseitigen, können wir ganz gezielt Medikamente und Behandlungsmethoden entwickeln”, so Wayne M. Yokohama in der Fachzeitschrift Science. Er und seine Kollegen hatten Mäuse mit unterschiedlichen Immunreaktionen auf das so genannte Murin-Zytomegalovirus (MCMV) genetisch untersucht und dabei die wichtige Rolle der körpereigenen Killerzellen entdeckt.
Killerzellen tragen ihren Namen aufgrund ihrer Fähigkeit, spontan Krebszellen abzutöten. Als “Frühwarnsystem” im Körper sondern sie außerdem ein Protein ab, um die anderen Immunzellen zu aktivieren. Um möglichst viele schädliche Zellen zu erkennen, verfügen sie über ein riesiges Spektrum an Rezeptoren, die auf ihrer Oberfläche sitzen.
Frieder Graef





