In acht Kapiteln, die wie das Leben mit Diploiden und Gameten beginnen, erstaunt uns Lents über biologische Geschlechter und immer raffiniertere Lebensformen, über Monogamie bei Menschenaffen und deren Abwesenheit bei vielen anderen Tierarten sowie über schwule Pinguine, die ein Ei ausbrüten und ihre Tochter großziehen. Es geht um flexiblen Sex aus Freude bei unzähligen Tieren sowie Familienbande – und letzten Endes um das vermeintliche „Schwulen-Gen“. Der Biologie-Professor stützt sich in seinem charmanten Werk, das so reich an Fakten wie Anekdoten ist, auf (eigene) Forschung und Studien, lange Beobachtungen und auf den gesunden Menschenverstand.
Dabei wird klar: Die Natur hat im Gegensatz zum Menschen keinen Plan. Sie probiert, sie experimentiert. Kurzum: Sie ist offen. Daraus können wir schöpfen. Alexander Schramm
Nathan H. Lents:
Diversität. Der biologische Sinn hinter der Vielfalt von Sex, Gender und Geschlecht
Dumont Verlag. 448 S., 25 €





