Wissenschaftler der Universität Newcastle upon Tyne haben eine Verbindung hergestellt zwischen der Entstehung von Magengeschwüren und der Produktion eines Peptides, das den Heilungsprozess der Magen- und Darmschleimhaut fördert. Im British Medical Journal stellten die Forscher ihre Untersuchungsergebnisse vor.
Demnach sinkt die Produktion des Proteins TFF2 drastisch nach dem Mittagessen und in den Abendstunden. Während der Schlafenszeiten ? etwa ab 1 Uhr ? steigt der Anteil des Proteins im Magensaft wieder an und fördert die Heilung der Magen- und Darmschleimhaut. Eine Untersuchung an 24 gesunden männlichen Versuchspersonen ergab, dass die Produktion des Proteins direkt mit dem zirkadianischen Rhythmus, der inneren Uhr des Menschen, korrespondiert.
Studien-Leiterin Felicity May sagte dazu: “Es ist einleuchtend, dass “Reparaturen” während der Schlafzeiten und nicht nach einer Mahlzeit stattfinden. Aber wir waren überrascht, eine so enge Verbindung zum zirkadianischen Rhythmus zu sehen. Menschen, die in Nachtschichten arbeiten oder aus anderen Gründen zu wenig Schlaf haben, hätten dann ein deutlich höheres Risiko, an Magengeschwüren oder -krebs zu erkranken.”
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Essenseinnahme und Verdauung die Produktion des heilenden Proteins unterdrückt. Während Ruhephasen und während des Nachtschlafes ist das Protein dann am aktivsten.
Marion Herzog





